Powells Wink auf Zinssenkung entfacht Rally

Powells Wink auf Zinssenkung entfacht Rally – KW 34 2025

Märkte voller Spannung am Sommerende
Finanzmärkte in der Woche vom 18.–22. August 2025

In der Woche vom 18. bis 22. August 2025 dominierte eines der meistbeachteten Ereignisse der Sommerpause die Finanzlage: die Rede von Fed-Chef Jerome Powell beim Jackson-Hole-Symposium. Sein vorsichtiger Hinweis auf mögliche Zinssenkungen ließ die US-Indizes in die Höhe schnellen und versetzte die Märkte in Aufbruchsstimmung – ganz im Kontrast zur ruhigen Eröffnung der Woche. 

Verhaltener Start in die Woche

Zu Beginn dieser Woche zeigten sich die großen US-Indizes kaum bewegt. Der Dow Jones pendelte um die Nulllinie, ebenso der S&P 500 und der Nasdaq. Die Anleger hielten sich zurück, da alle das Jackson-Hole-Meeting am Ende der Woche abwarteten.

Dennoch gab es sektorale Bewegungen:

  • Solaraktien wie First Solar (plus 9,8 %) und Sunrun (plus 11 %) profitierten von neuen Förderprogrammen im US-Energiesektor.
  • Meta Platforms verlor dagegen rund 2,3 %, da das Unternehmen von regulatorischen Unsicherheiten belastet wurde.

Powell in Jackson Hole: Ein Wink mit Wirkung

Am Freitag richtete sich der Blick nach Wyoming, wo Jerome Powell seine Rede beim Jackson-Hole-Symposium hielt. Er erklärte, die Fed müsse „vorsichtig vorgehen“, sehe aber die Notwendigkeit, die Zinsen bei Bedarf zu senken, um das Wachstum nicht zu gefährden.

Die Märkte reagierten prompt:

  • Dow Jones: +846 Punkte (+1,9 %) auf Jahreshöchststand.
  • S&P 500: +1,5 %.
  • Nasdaq: +1,9 %.
  • Russell 2000 (Small Caps): +3,9 % – ein Hinweis auf den gestiegenen Risikoappetit der Anleger.

Unternehmensgewinne und Einzeltitel im Fokus

Neben der Zinspolitik spielten auch Unternehmensnachrichten eine Rolle.

  • Zoom überraschte mit starkem Umsatzwachstum und legte um 13 Prozent zu.
  • Intel profitierte von der Meldung, dass die US-Regierung eine 10-prozentige Beteiligung eingeht. Seit Monatsbeginn stieg die Aktie damit um mehr als 25 %.

Diese Bewegungen unterstreichen die Bedeutung staatlicher Industriepolitik für den Technologiesektor – sowohl im Hinblick auf Investitionen als auch auf geopolitische Rivalitäten, insbesondere mit China.

Globale Marktstimmung

Während die US-Märkte zum Wochenschluss von Euphorie getragen wurden, blieben die internationalen Märkte verhaltener. Europäische Indizes zogen leicht mit, doch in Asien herrschte Unsicherheit über die weitere Geldpolitik der Fed und deren Einfluss auf Kapitalströme.

Gerade die Schwellenländer standen unter Druck, da ein stärkerer US-Dollar in Kombination mit der US-Zinspolitik Kapitalabflüsse begünstigen könnte.

Die vergangene Woche hat gezeigt, wie sensibel die Märkte auf geldpolitische Signale reagieren. Jerome Powells vorsichtige Andeutung möglicher Zinssenkungen reichte aus, um die Indizes auf neue Jahreshochs zu katapultieren. Besonders auffällig war die Stärke des Russell 2000 und zyklischer Werte, obwohl Anleger zuvor noch defensiv positioniert waren.

In den kommenden Wochen werden die Erwartungen an die Fed das Marktgeschehen bestimmen, begleitet von den anstehenden Quartalsberichten im Tech-Sektor sowie den Entwicklungen auf den globalen Anleihe- und Währungsmärkten.

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