Zinswende, Chip-Angst & globaler Druck

Zinswende, Chip-Angst & globaler Druck – KW 35 2025

Die Finanzlage zum Monatsende 25.–29. August 2025

Vom 25. bis zum 29. August 2025 pendelten die Finanzmärkte zwischen Optimismus und Enttäuschung. Von Zinshoffnungen nach Jerome Powells Jackson-Hole-Rede über starke Quartalsberichte bis hin zu geopolitischen Spannungen offenbarte die Woche die Komplexität der globalen Finanzentwicklung. Eine spannende Mischung aus Rekordständen, technologiegetriebener Nervosität und makroökonomischer Unsicherheit prägte das Geschehen – alles im Spannungsfeld zwischen Aktienboom und Rohstoffverwerfungen.

Zinssensitivität und US-Geldpolitik

Fed-Chef Jerome Powell deutete mögliche Zinssenkungen im September an, was die Märkte beflügelte. Der Invesco S&P 500 Equal-Weight ETF verzeichnete den längsten monatlichen Gewinnlauf seit 2021 – ein Hinweis auf eine breite Marktstärke, die über die großen Tech-Werte hinausgeht.

Aktienmärkte und Tech-Unternehmen

Trotz des optimistischen Starts gerieten Tech-Aktien gegen Wochenende unter Druck: Der Nasdaq fiel um 1 %, während der S&P 500 um 0,6 % nachgab. Gründe hierfür waren starke Gewinne, US-Exportbeschränkungen und schwache Zahlen verschiedener Unternehmen.

Chipsektor und China-Ängste

Nvidia, Broadcom und Marvell wiesen deutliche Verluste auf, getrieben von verschärften Exportkontrollen für Chips nach China. Dennoch beendete der PHLX Semiconductor Index den Monat mit einem Plus.

Schwankender US-Markt- und Handelsausblick

Der Monat August blieb dennoch positiv: S&P 500, Nasdaq und Dow schlossen mit Zuwächsen, obwohl es am Freitag zu Rücksetzern kam.

Gleichzeitig beobachteten Marktakteure den PCE-Inflationsindex sowie die Rechtslage rund um Fed-Governor Lisa Cook intensiv.

Indien und der Nifty

Der indische Leitindex Nifty schloss die Woche trotz globaler Unsicherheiten relativ stabil ab. Sektoren wie FMCG zeigten Stärke, was durch Steueranpassungen unterstützt wurde. Als Wendepunkte gelten jedoch die Tage am 26. und 28. August.

UK-Banken und wirtschaftspolitische Spannungen

In Großbritannien fielen Bankaktien drastisch, da Spekulationen über eine mögliche Vermögensabgabe Anleger verunsicherten. Parallel dazu stiegen die US-Handelsdefizite und die Inflation blieb robust (PCE-Kernrate bei 2,9 %).

IPO-Releases im Fokus

In den nächsten drei Monaten werden Aktien im Wert von rund 20 Mrd. USD handelbar, da eine Welle an IPO-Lock-up-Enden bevorsteht. Dies könnte potenziell ein Volatilitäts-Treiber sein.

In dieser Woche schwankte das Sentiment zwischen Hoffnungen auf Zinssenkungen und geopolitischen Risiken. Der Tech-Sektor signalisiert Verwundbarkeit, insbesondere gegenüber China-Restriktionen, während fundamentale Marktdynamiken stabil bleiben. Im Fokus stehen der PCE-Index, die Quartalszahlen der Tech-Giganten und die Entwicklung globaler Handelsbeziehungen.

Nach oben scrollen