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Finanz- und Börsenrückblick – KW 11 2025

Globale Entwicklungen vom 24. bis 28. März 2025

Die letzte Märzwoche 2025 war von starken Bewegungen an den internationalen Finanzmärkten geprägt. Geopolitische Spannungen, geldpolitische Signale und Unternehmensnachrichten beeinflussten die Kurse weltweit. Im Fokus standen insbesondere Zentralbanken, Technologiewerte und der weiterhin volatile Energiesektor. Nachfolgend ein Überblick über die wichtigsten Entwicklungen der Woche.

USA: Zinspolitik und Tech-Rallye 

Fed signalisiert Geduld – Märkte reagieren positiv 

Am Mittwoch, den 26. März, veröffentlichte die US-Notenbank neue Aussagen zur geldpolitischen Strategie. Obwohl die Inflation in den USA zuletzt leicht über den Erwartungen lag (Kerninflation bei 3,1%), deutete Fed-Chef Jerome Powell an, dass eine erste Zinssenkung im Sommer 2025 weiterhin denkbar sei – vorausgesetzt, der Arbeitsmarkt bleibe stabil.

Der S&P 500 reagierte darauf mit einem Wochenplus von rund 1,8 %, der Nasdaq-100 legte sogar um 2,6 % zu – getrieben vor allem von Tech-Giganten wie Apple, Nvidia und Alphabet, die von optimistischen Analysteneinschätzungen profitierten.

Europa: DAX unter Druck, EZB bleibt abwartend 

DAX verliert trotz positiver Unternehmenszahlen an Schwung 

Der deutsche Leitindex DAX verlor im Wochenverlauf rund 0,9 %. Ausschlaggebend waren gemischte Konjunkturdaten aus Deutschland und Unsicherheiten über die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank. Trotz positiver Quartalszahlen von Siemens, Bayer und der Deutschen Telekom sorgten schwache Einkaufsmanagerindizes aus der Industrie für Zurückhaltung bei den Anlegern.

EZB wartet ab – Inflation bleibt hartnäckig 

EZB-Präsidentin Christine Lagarde betonte am Donnerstag, dass „eine Zinssenkung erst erfolgen kann, wenn es klare Signale für eine nachhaltige Preisstabilität gibt“. Damit bleibt die erste Zinssenkung wohl auf die zweite Jahreshälfte verschoben.

Asien: China überrascht mit Konjunkturpaket, Japan mit Inflation 

China kündigt neues Wachstumsprogramm an 

Am Dienstag hat Peking ein neues Investitionsprogramm in Höhe von 1,5 Billionen Yuan (~195 Mrd. Euro) zur Stützung der Wirtschaft angekündigt. Der Fokus liegt dabei auf Infrastruktur, grüner Energie und Digitalisierung. Der Hang Seng Index in Hongkong reagierte mit einem deutlichen Wochenplus von 3,2% – auch der Shanghai Composite legte um 2,7% zu.

Japan: Inflation stärker als erwartet – Yen steigt 

In Japan ist die Inflation im März mit 2,9 % stärker als erwartet gestiegen. Dies führte zu Spekulationen über eine baldige weitere Leitzinserhöhung durch die Bank of Japan – die erste seit der symbolischen Abkehr von der Negativzinspolitik. Der Yen wertete gegenüber dem US-Dollar deutlich auf und notierte zum Wochenschluss bei 146,8 Yen/USD.

Rohstoffe und Energie: Ölpreis schwankt, Gold auf Rekordhoch 

Ölpreis unter Druck 

Der Ölpreis (Brent) schwankte stark zwischen 82 und 85 USD pro Barrel. Hauptgründe dafür waren widersprüchliche Lagerbestandsdaten aus den USA und ein sich abschwächendes globales Nachfragewachstum. Gleichzeitig zeigten die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten erneut die Anfälligkeit der Energiepreise.

Gold als sicherer Hafen gefragt 

Gold erreichte am Freitag ein neues Allzeithoch von USD 2.285 je Unze, unterstützt von der Unsicherheit an den Märkten und der Aussicht auf sinkende Zinsen in der zweiten Jahreshälfte. Auch Silber und Platin legten zu. 

Kryptowährungen: Bitcoin konsolidiert – Ethereum mit Stärke 

Bitcoin bei 68.000 USD – Seitwärtsbewegung nach Rally 

Bitcoin zeigte sich nach der starken Rally der letzten Wochen stabil und pendelte um die Marke von 68.000 USD. Investoren beobachten derzeit die regulatorischen Entwicklungen in den USA sowie mögliche ETF-Zulassungen in Asien.

Ethereum profitiert von Staking-Trends 

Ethereum zeigte relative Stärke und kletterte auf über 3.600 USD, unterstützt vom wachsenden Interesse an dezentraler Finanzierung (DeFi) und der zunehmenden Nutzung von Layer-2-Lösungen wie Arbitrum und Optimism.

Fazit: Unsicherheit bleibt, Chancen nehmen zu Die Märkte bleiben Ende März 2025 von Unsicherheit geprägt – geopolitisch wie wirtschaftlich. Gleichzeitig ergeben sich Chancen: Technologie, Gold und ausgewählte Schwellenländer profitieren von geldpolitischer Fantasie und fiskalischen Impulsen. Anleger sollten weiterhin auf Diversifikation und aktives Risikomanagement setzen.

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